Im Kuchen-Glück

Spätherbst, Weihnachtszeit, Januar, Februar... und unsere Geschäfte ruhen immer noch im Corona-bedingten Lockdown. Nicht nur die Geschäfte ruhen, auch das gesellschaftliche Miteinander, die Treffen und Unternehmungen mit Freunden, Vereinsarbeit, viele Hobbies... Familien erleben ein Miteinander wie schon lange nicht mehr und die Glücksgärtnerin verspürt eine wachsende Lust, ihre Lieben mit Kuchen zu verwöhnen. An diesem Kuchen-Glück möchte ich euch gerne teilhaben lassen. Da ich kein Kuchenstück durch den Bildschirm reichen kann, überlasse ich euch die Rezepte meiner liebsten Alltags- und Familienkuchen und anderer Schlemmereien, die ich hier nach und nach einstellen werde – immer dann, wenn ich gebacken habe. Viel Freude beim Nachbacken!

 

Alle Kuchenrezepte zum Download

Download
Hefekranz.pdf
Adobe Acrobat Dokument 4.1 MB
Download
Rüblikuchen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 7.1 MB
Download
Zitronenkuchen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 12.9 MB
Download
Lieblingskuchen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 19.5 MB
Download
Nusskuchen vegan.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.7 MB
Download
Apfelkuchen vom Blech.pdf
Adobe Acrobat Dokument 20.9 MB
Download
Otzberger Printen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 11.7 MB
Download
Bratapfelkekse.pdf
Adobe Acrobat Dokument 7.8 MB
Download
Schoko-Birnen-Kuchen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 12.2 MB
Download
Apfelmichel.pdf
Adobe Acrobat Dokument 8.6 MB
Download
Hefestern mit Nussfüllung.pdf
Adobe Acrobat Dokument 25.3 MB
Download
Schokoladenkuchen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.4 MB
Download
Kürbiskuchen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.3 MB
Download
Walliser Nusskuchen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 5.2 MB

Hefekranz mit Rosinen

Ostern und Hefegebäck, das gehört traditionell zusammen. Ich verwende für Hefeteig keine lauwarme, sondern kalte Milch, damit das Ergebnis nicht nach Hefe, sondern nach süßem Teig schmeckt. Für das Aufgehen gebe ich ihm dafür zehn Minuten mehr Zeit. Im Ofen geht er dann noch weiter auf.

500 g Dinkelmehl, Typ 630

1 Würfel Hefe

100 g Rohrohrzucker

250 ml Milch

1 Prise Salz

1 Ei

100 g Butter

2 Handvoll Rosinen

1 Eigelb

 

Die kühlschrankkalte Hefe in kalte Milch bröckeln und auflösen. 

 

In eine Rührschüssel Mehl, Zucker, Hefemilch, kalte Butter in Flöckchen, Ei und Salz geben. Alles zu einem homogenen Teig verarbeiten. Als letztes die Rosinen unterkneten.

 

Der Teig sollte noch feucht sein, sich aber sauber vom Schüsselrand lösen. Ist der Teig zu klebrig, noch etwas Mehl zugeben. Ist er zu trocken, mit feuchten Händen kneten, bis er die Feuchtigkeit aufgenommen hat. Eventuell wiederholen.

 

Fertigen Teig zu einer Kugel wirken und in einer Schüssel abgedeckt 40 bis 60 Minuten lang gehen lassen.

 

Zwischenzeitlich das Eigelb mit 3 bis 4 Krümeln Zucker (nicht mehr!!) und 1 bis 2 EL Wasser verquirlen.

 

Am Ende der Gehzeit Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

 

Den aufgegangenen Teig nochmals kneten, dann in drei gleich schwere Stücke abwiegen.

 

Jedes Stück zu einem langen dünnen Strang rollen. Aus den Strängen auf leicht bemehlter Arbeitsfläche einen Zopf rollen, diesen zu einem Kranz schließen 

und auf ein mit Backpapier oder Dauerbackfolie ausgelegtes Backblech geben.

 

Kranz mit dem vorbereiteten Eigelb bestreichen und im vorgeheizten Ofen auf der zweiten Schiene von unten 40 Minuten backen. Sollte der Kranz frühzeitig dunkel werden, mit Backpapier oder Dauerbackfolie abdecken.

 

Zubereitungszeit: 40 min., Gehzeit: 40 min., Backzeit: 40 min.


Rübli-Kuchen

Bei diesem Rüblikuchen stimmt einfach alles: Der Feuchtigkeitsanteil im Teig ebenso wie das Verhältnis von Mehl zu Nüssen und der köstliche Geschmack. Mit nur einem Löffel Mehl im Teig lässt sich das Gebäck problemlos auch glutenfrei umsetzen. Die hübsche Deko ist auf jeden Fall etwas fürs Auge und passt prima in die Osterzeit.

 

Für eine Springform (26 cm):

 

Für den Teig:

250 g Möhren

2 Zwieback (ggf. glutenfrei)

6 Eier

200 g Rohrohrzucker

150 g gemahlene Haselnüsse

150 g gemahlene Mandeln

1 TL Zimt

1 gehäufter EL Dinkelmehl, Typ 630 (alternativ Buchweizenmehl)

1 gestrichener TL Backpulver

 

Für die Deko:

250 g Puderzucker

3 EL Zitronensaft

12 Marzipanmöhren

20 g gehackte Pistazien

 

Backofen auf 175 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

 

Für den Teig Möhren schälen und fein raspeln. Zwieback mit Nudelholz zu Krümeln zerdrücken. 

 

Eier trennen. Eiweiß zu Eischnee schlagen.

 

Eigelb weißschaumig rühren, dabei Zucker langsam einrieseln lassen.

 

Möhren, Zwiebackbrösel, Nüsse, Zimt, Mehl und Backpulver zugeben. Eischnee darauf geben. Alles mit dem Teigschaber locker vermischen.

 

Den Boden einer Springform mit Backpapier oder Dauerbackfolie bedecken. Teig einfüllen.

 

Bei 175 °C  eine Stunde backen. Garprobe machen und Backzeit ggf. verlängern.

 

Kuchen etwas abkühlen lassen. Dann aus der Form nehmen und vollständig 

abkühlen lassen.

 

Für die Deko Puderzucker mit Zitronensaft zu einer zähflüssigen Masse verrühren. Zuckermasse mit einem Teigschaber auf dem Kuchen verteilen, am Rand stellenweise herunterlaufen lassen.

 

Mit den Möhren 12 Tortenstücke markieren. Pistazien in die Mitte streuen.

 

Zubereitungszeit: 40 min., Backzeit: 60 min.

 


Zitronenkuchen (Omas Liebling)

Die Kuchengeschichte meiner Oma ist und bleibt ein Mysterium für mich. Über die meiste Zeit ihres langen Lebens backte sie jedes Wochenende einen Kuchen. Das Verwunderliche daran: Es war immer derselbe Kuchen! Meine Oma kannte nur ein einziges Kuchenrezept und interessierte sich auch für kein anderes. Man könnte meinen, ihr Kuchen wäre ein 50er-Jahre-Schlager wie Gugelhupf oder Sandkuchen gewesen, nach ihrer Hochzeit einmal gebacken und für gut befunden, aber nein, es war dieser Zitronenkuchen. Und obwohl ich ihn schon ziemlich oft in meinem Leben gegessen habe, mag ich ihn immer noch gern. 

 

Für eine Kranzform (26 cm):

 

250 g weiche Butter

200 g Rohrohrzucker

4 Eier

200 g Dinkelmehl, Typ 630

100 g Kartoffelstärke

1 Pck. Weinstein-Backpulver

1 Pck. Bourbon-Vanillezucker

1 Prise Salz

1 Zitrone

Puderzucker

 

Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

 

Eier trennen. Zitronenschale dünn abreiben. Zitrone auspressen.

 

In einer Rührschüssel Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren.

 

Nach und nach die Eigelbe dazugeben. 

 

Mehl, Stärke und Backpulver mischen. Mit Zitronenschale und 5 EL Zitronensaft unter die Teigmasse rühren.

 

Eiweiße mit einer Prise Salz zu Eischnee schlagen.

 

Eischnee vorsichtig unter den Teig heben.

 

Kranzform einfetten, Teig einfüllen und auf der zweiten Schiene von unten 60 Minuten backen. Garprobe machen und Backzeit ggf. verlängern.

 

Kuchen etwas abkühlen lassen. Dann aus der Form nehmen und vollständig 

abkühlen lassen.

 

Kuchen mit Puderzucker bestäuben.

 

Zubereitungszeit: 30 min., Backzeit: 60 min.

 

TIPP: Wer es noch zitroniger mag, rührt aus 250 g Puderzucker und Zitronensaft einen Zuckerguss an und überzieht den Kuchen damit.

 


Lieblingskuchen

Meine Familie ist glücklich, denn ich habe endlich mal wieder ihren Lieblingskuchen gebacken! Das Rezept habe ich vor vielen Jahren mitgenommen, als ich in meine erste eigene Wohnung gezogen bin, denn dieser Kuchen war schon in meiner Kindheit unser Familien-Lieblingskuchen. Mit 300 g Butter im Teig ist er recht mächtig, aber er schmeckt einfach prächtig.

 

Für eine Kranzform (26 cm):

300 g weiche Butter 

250 g Rohrohrzucker

1 Prise Salz

4 Eier

250 g Dinkelmehl, Typ 630

3 TL Backpulver

100 g gemahlene Mandeln

100 g gemahlene Haselnüsse

100 g Zartbitter-Schokolade 70 %

100 g Zartbitter-Kuvertüre

 

Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

 

Butter mit Zucker und einer Prise Salz schaumig rühren.

 

Nach und nach die Eier dazugeben. 

 

Mehl, Backpulver und Nüsse mischen und unter die Teigmasse rühren.

 

Zum Schluss die Schokolade mit einem großen Messer in kleine Stücke hacken und unter den Teig mengen. 

 

Kranzform einfetten, Teig einfüllen und auf der zweiten Schiene von unten 60 Minuten backen. Garprobe machen und Backzeit ggf. verlängern.

 

Kuchen etwas abkühlen lassen. Dann aus der Form nehmen und vollständig abkühlen lassen.

 

Kuvertüre in Stücke brechen und im Wasserbad schmelzen. 

Kuchen damit bestreichen.

 

Zubereitungszeit: 30 min., Backzeit: 60 min.

 

TIPP: Wenn es schnell gehen muss, die Kuvertüre durch Puderzucker ersetzen!

 


Veganer Nusskuchen

Diesen guten Kuchen habe ich bei Daniela Friedrich im schönen CasaVita Eschwege kennengelernt und seither backe ich ihn auch zu Hause. Er kommt mit sehr wenigen Zutaten aus und ganz ohne Eier und Milch. Superschnell angerührt und in den Ofen geschoben, ist er das ideale Gebäck für kurzfristig angemeldete Gäste! Ich war immer ein wenig auf Kriegsfuß mit veganem Gebäck, aber dieser Kuchen hat mich überzeugt, dass es auch lecker geht. 

 

250 g Weizen- oder Dinkelgrieß

150 g gemahlene Haselnüsse

100 g gemahlene Mandeln

250 g Rohrohrzucker

1 Prise Salz

500 ml Hafer- oder Reisdrink

2 TL Weinstein-Backpulver

auf Wunsch gehackte Schokolade

etwas Puderzucker zum Bestäuben

Standard-Kastenkuchenform

 

 

Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Kastenform einfetten und mit etwas Grieß ausstreuen.

 

Die trockenen Zutaten in einer Rührschüssel vermengen, Pflanzendrink und ggf. gehackte Schokolade hinzu fügen. Alles gut verrühren. 

 

Den eher flüssigen Teig in die Kuchenform füllen und bei 200 °C 60 Minuten backen. Garprobe machen und Backzeit ggf. verlängern.

 

Kuchen erkalten lassen und erst dann aus der Form nehmen. Mit Puderzucker bestäubt servieren.

 

Zubereitungszeit: 15 Minuten, Backzeit: 60 Minuten

 


Apfelkuchen vom Blech

Diesmal gibt es Apfelkuchen, weil wir noch so viele auf Lager haben. Wenn ich ahne, dass ein Kuchen nicht am selben Tag aufgegessen wird, nehme ich für Blechkuchen lieber Quark-Öl-Teig als Hefeteig, denn der ist auch am nächsten Tag noch saftig und frisch. Dieses Kuchenerlebnis ist fruchtig, lecker und nichts für den hohlen Zahn. Mit einem Klecks Schlagsahne wird es perfekt!

Für den Quark-Öl-Teig:

200 g Magerquark

6 EL Milch

6 EL Distelöl, weil in Gebäck neutral schmeckt (alternativ Oliven- oder Sonnenblumenöl)

1 Ei

100 g Zucker

1 Pck. Bourbon-Vanillezucker

1 TL Salz

400 g Dinkelmehl 630

1 Pck. + 2 gestr. TL Backpulver

 

Für den Belag:

1,5 kg Äpfel

 

Für die Streusel:

400 g Dinkelmehl 630

200 g Rohrohrzucker

250 g Butter

100 g gemahlene Mandeln

1 Pck. Bourbon-Vanillezucker

1-3 TL Zimt (je nachdem, wie zimtig es schmecken soll)

 

Für den Genuss:

200 g Schlagsahne

 

 

Alle Teigzutaten in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine oder den Händen so lange kneten, bis der Teig nicht mehr klebt. 

 

Teig auf einem eingefetteten, tiefen Backblech gleichmäßig ausrollen. Dabei rundum einen Rand stehen lassen.

 

Für die Streusel in einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Vanillezucker, Mandeln und Zimt vermischen. Die Butter in kleinen Flöckchen darüber geben und alles mit den Fingern zerbröseln, bis die Streusel die gewünschte Größe haben.

 

Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen.

 

Äpfel schälen, entkernen und in 0,5 cm starke Spalten schneiden. Dachziegelartig 

in Reihen auf dem Kuchen anordnen.

 

Äpfel mit Streuseln bedecken.

 

Im vorgeheizten Ofen auf der obersten Schiene (also mittig im Backofen) in 30 Minuten goldbraun backen. Mit Schlagsahne servieren.

 

Zubereitungszeit: 60 Minuten, Backzeit: 30 Minuten

 

 

TIPP: Wer Rosinen mag, kann eine Handvoll davon in Rum einlegen und diese auf den Äpfeln verteilen, ehe die Streusel darüber kommen.

 


Otzberger Printen

Diese hübschen Printen sind ein Weihnachtsgebäck, das man nicht backen muss, allein das hat schon was! Sie sind für jeden Schoko-Fan eine kleine Köstlichkeit und der Hingucker in der Plätzchentüte (in die man übrigens niemals Puderzuckerbestäubtes oder Leichtzerbröckelndes füllt, denn das verdirbt die Optik jedes liebevoll hergestellten Gebäcksortiments!).  

Für ca. 50 Stück: 

 

50 g Rohrohrzucker

200 g Walnusskerne (oder Mandelstifte)

100 g getrocknete Datteln (oder Backpflaumen oder Feigen)

2 TL Aladins Kaffeegewürz von Sonnentor (alternativ Lebkuchengewürz)

½ TL Zimt

300 g Zartbitter-Schokolade (min. 70 % Kakao-Anteil)

Gehackte Pistazien für die Garnitur

 

200 g Walnusskerne grob hacken. 100 g Datteln in feine Würfel schneiden.

 

50 g Zucker in einer Pfanne erhitzen, bis er flüssig wird. Die gehackten Walnusskerne untermengen und alles auf ein oder zwei Porzellanteller verteilen. Dabei gleich auseinanderzupfen.

 

300 g Schokolade im Wasserbad schmelzen. 

 

Ein Backblech mit Dauerbackfolie (oder Backpapier) auslegen.

 

In die geschmolzene Schokolade 2 TL Aladins Kaffeegewürz und ½ TL Zimtpulver rühren. Karamellisierte Nüsse und die gewürfelten Trockenfrüchte mit der Schokolade vermengen.

 

Mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf die Backfolie setzen, mit gehackten Pistazien verzieren und bei Zimmertemperatur trocknen lassen.

 


Bratapfelkekse

Diese glutenfreien und veganen Kekse stehen auf meiner Rangliste der besten Weihnachtsplätzchen ganz weit oben – einfach, weil sie so lecker sind! Zugegeben, die Zutatenliste ist exklusiv, aber das lohnt sich. 

Für ca. 60 Stück:

 

200 g gehackte Haselnüsse

400 g Haferflocken, Feinblatt

4 EL Chiasamen

160 g Apfelchips

4 EL Kokosblütenzucker

6 TL Zimt

½ TL Kardamom, gemahlen

½ TL Vanillemark

1 TL Salz

200 g natives Kokosöl

240 ml Ahornsirup

 

200 g gehackte Haselnüsse in einer trockenen Pfanne anrösten, bis sie gut duften. Vom Herd nehmen.

 

4 EL Chiasamen z. B. in einer elektrischen Kaffeemühle fein mahlen. Mit 12 EL Wasser verrühren und für 10 Minuten in den Kühlschrank stellen.

 

Die Hälfte der Haferflocken (200 g) im Mixer vermahlen. 

 

160 g Apfelchips im Standmixer oder der Küchenmaschine hacken. (Ohne Maschinenpark ein großes Messer nehmen und relativ fein hacken).

 

Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. 

 

200 g Kokosöl in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze schmelzen lassen.

 

Zwischenzeitlich gehackte Haselnüsse, gemahlene und ganze Haferflocken, gehackte Apfelchips, 4 EL Kokosblütenzucker, 6 TL Zimt, ½ TL Kardamom, ½ TL Vanillemark und 1 TL Salz in einer Schüssel vermischen.

 

240 ml Ahornsirup in das geschmolzene Kokosöl geben und vermengen. 

 

Die aufgequollenen Chiasamen unter die Ahornsirup-Kokosöl-Mischung rühren. Sollte das schwierig sein, mit dem Pürierstab nachhelfen!

 

Backbleche mit Dauerbackfolie (oder Backpapier) auslegen. Etwas weniger als esslöffelgroße Portionen des Teigs zu Kugeln formen und auf die Backfolie setzen. Mit den Händen flach drücken und zu runden Talern formen.

 

Die Kekse auf der obersten Schiene 15 Minuten backen und vor dem Verstauen vollständig auskühlen lassen.

 


Schoko-Birnen-Kuchen

Schoko und Birne sind zwei, die gut zusammen passen, das wissen wir spätestens seit der Erfindung von „Birne Helene“.

 

Diese Helene in Kuchenform ist ein schnell gebackener Schokoladentraum und schmeckt nicht nur beim Kaffeeklatsch, sondern ergibt ofenwarm mit einer Kugel Vanilleeis serviert auch ein tolles und feines Dessert.

6 Birnen

2 EL Zitronensaft

1 Msp. Vanillemark

3 EL Birnenbrand (alternativ Rum)

120 g Bitterschokolade (min. 70 % Kakao-Anteil)

140 ml Milch

3 Eier

180 g Rohrohrzucker

1 Prise Salz

40 g Kakaopulver

100 g weiche Butter

220 g Dinkelmehl, Typ 630

2 TL Weinstein-Backpulver

Etwas Puderzucker zum Bestäuben

 

Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. 

 

In einer Schüssel 2 EL Zitronensaft, 1 EL Birnenbrand und 1 Messerspitze Vanillemark verrühren. 

4 Birnen schälen, entkernen, in Würfel schneiden, mit der Zitronensaftmischung vermengen und darin ziehen lassen.

 

Schokolade grob hacken und beiseite stellen.

 

In einer Teigschüssel 180 g Zucker, 1 Prise Salz und 3 Eier schaumig rühren. Nach und nach erst 100 g weiche Butter in Flöckchen, dann 140 ml Milch und dann 2 EL Birnenbrand unterrühren.

 

220 g Mehl mit 2 TL Backpulver vermischen, unter Rühren löffelweise zum Teig geben. 

 

Ab jetzt wird mit der Hand weitergerührt: Als erstes 40 g Kakaopulver nur ganz kurz mit dem Teigspatel untermengen, dann die gehackte Schokolade und schließlich die marinierten Birnenwürfel. 

 

Eine Springform (26 cm) mit Dauerbackfolie/Backpapier auslegen und den Teig einfüllen.

 

Die restlichen 2 Birnen schälen, vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. 

 

Mit den Birnenspalten auf der Oberfläche des Kuchens einen Kranz legen und leicht eindrücken.

 

Auf der mittleren Schiene 60 Minuten backen (Garprobe machen!). Den fertigen Kuchen etwas abkühlen lassen, aus der Form nehmen und vollständig erkalten lassen.

 

Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.

 

TIPP: Ofenwarm mit einer Kugel Vanilleeis serviert, ist dieser Kuchen ein tolles Dessert.

 

Zubereitungszeit: 30 Minuten, Backzeit: 60 Minuten

 


Apfelmichel mit Vanillesauce

Dieses Lockdown-Gebäck ist natürlich kein Kuchen, sondern ein süßer Auflauf. Den man am nächsten Tag noch als Kuchen verspeisen könnte – wenn nur etwas übrig bliebe. Bei uns passiert das nie, weil dieser Michel so ausgesprochen lecker ist, dass ich euch das Rezept nicht vorenthalten möchte. Ich mache ihn meistens spontan, wenn Brötchen trocken geworden sind oder wenn ich bei der Lebensmittelrettung ein altbackenes Weißbrot mitgenommen habe. Für diesen Zweck ist der Apfelmichel einfach perfekt!

Für den Michel:

200 g altbackene Brötchen/Weißbrot

150 ml Milch

3 Eier

6 EL Zucker, leicht gehäuft

2 säuerliche Äpfel (z. B. Boskop)

¼ TL Vanillemark

50 g Walnüsse (alternativ Haselnüsse)

1 Bio-Zitrone

1 Msp. Zimt

3-4 EL Semmelbrösel

3 EL Butterflocken

Auflaufform

 

Für die Vanillesauce:

500 ml Milch

30 g Speisestärke

¼ TL Vanillemark

1 Prise Salz

2 EL Rohrohrzucker

3 Eigelb

 

 

Für den Michel Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Brötchen in Würfel schneiden, mit 150 ml kalter Milch übergießen und 10 Minuten quellen lassen.

 

Die Eier trennen. 3 Eigelbe mit 3 EL Zucker weißschaumig aufschlagen. 3 Eiweiße mit 3 EL Zucker zu Eischnee schlagen.

 

Von der Zitrone die Schale dünn abreiben. Zitrone auspressen. Walnüsse grob hacken.

 

Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in feine Scheiben Schneiden. Apfelscheiben in einer Schüssel mit ¼ TL Vanillemark, abgeriebener Zitronenschale, 2 TL Zitronensaft, 1 Msp. Zimt und den gehackten Walnüssen vorsichtig vermengen.

 

Gequollene Brötchen und die Eigelbmasse zu den Äpfeln geben und ebenfalls vorsichtig untermengen. Zum Schluss den Eischnee unterheben.

 

Auflaufform einfetten, Brötchen-Apfel-Masse darin verteilen, mit Semmelbröseln bestreuen, Butterflocken darauf verteilen und im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene in 35-40 Minuten goldbraun backen.

 

Für die Vanillesauce Speisestärke in einer Tasse mit Vanillemark und Salz vermengen.

 

Eigelbe und Zucker mit dem Schneebesen weißschaumig aufschlagen.

 

500 ml Milch in einem Topf erwärmen, bis die Milch kurz vor dem Aufkochen ist. Eigelbmasse unterrühren, Topf vom Herd nehmen.

 

Das Speisestärkepulver in der Tasse mit 4 EL kaltem Wasser zu einer glatten Masse rühren. Diese in die warme Milch einrühren. Vanillemilch auf dem Herd noch einmal kurz aufkochen lassen. Warm servieren.

 

Zubereitungszeit: 45 Minuten, Backzeit: 40 Minuten

 


Hefestern mit Apfel-Nuss-Füllung

Zum ersten Advent habe ich einen Hefestern mit saftiger Apfel-Nuss-Füllung gebacken. Sieht kompliziert aus, ist aber ganz einfach zu formen! Und lecker schmecken tut das hübsche Gebäck natürlich auch.

Für den Teig:

500 g Dinkelmehl, Typ 630

290 ml Milch

1 Würfel Hefe

60 g Butter

5 EL Rohrohrzucker

1 Prise Salz

 

Für die Füllung:

100 g gemahlene Haselnüsse

50 g Walnusskerne

50 g Haselnusskerne

35 g Butter

1 großer Apfel

35 g Rohrohrzucker

1 Bio-Zitrone

1 EL Zimt

 

Für den Teig 290 ml kalte Milch abmessen, die Hefe hineinbröckeln und mit einem Holzlöffel oder -stiel umrühren, bis sie sich vollständig aufgelöst hat.

 

In eine Teigschüssel 500 g Mehl, die Hefemilch, 60 g weiche Butter, 5 EL Zucker und 1 Prise Salz geben und alles mit dem Knethaken zu einem geschmeidigen Teig kneten. Teig zu einer Kugel wirken und in einer Schüssel abgedeckt 40 Minuten lang gehen lassen.

 

Für die Füllung 50 g Walnusskerne fein hacken. 50 g Haselnusskerne grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie leicht gebräunt sind. 35 g Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Zitronenschale dünn abreiben. Zitrone auspressen. Apfel schälen, reiben und mit 1 EL Zitronensaft vermengen.

 

Geröstete Haselnüsse und Kokosflocken für später beiseite stellen.

 

In einer Schüssel gemahlene Haselnüsse, gehackte Walnüsse, geschmolzene Butter, 1 TL Zitronenschale (nur, wenn ihr es gern zitronig habt!), 35 g Zucker und den geriebenen Apfel vermengen.

 

Für die Brotblume den Teig noch einmal kurz kneten und in drei gleich große Stücke abwiegen. Den Ofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Dauerbackfolie/Backpapier auslegen. 

 

Erstes Teigstück zu einer dünnen runden Teigplatte ausrollen (Durchmesser 25-30 cm) und auf das Backpapier legen. Mit der Hälfte der Füllung bestreichen. 

 

Zweites Teigstück ebenfalls rund ausrollen und auf den ersten Teigkreis legen. Mit der restlichen Füllung bestreichen. Mit 2 EL Kokosflocken und den gerösteten Haselnüssen bestreuen.

 

Drittes Teigstück rund ausrollen und als „Deckel“ oben drauf legen. Mit dem Tortenteiler eine Markierung für 16 Stücke andrücken. Wenn kein Tortenteiler zur Hand ist, mit Augenmaß arbeiten. Den Mittelkreis stehen lassen und ausgehend vom Kreisrand 16 Tortenstücke schneiden.

 

Ausformen: Immer 2 nebeneinander liegende Teigstücke mit der rechten und linken Hand jeweils nach außen – also in die entgegengesetzte Richtung – zweimal wegdrehen. Die dritte Drehung wird nur zur Hälfte ausgeführt. Jetzt werden die beiden mittleren Enden zusammengedrückt, die äußeren Enden nach außen umgeschlagen. So weiter machen, bis alle 16 Stücke eingedreht wurden. 

 

Wenig Milch mit 4 Krümeln Zucker vermengen und den fertig geformten Stern damit bestreichen.

 

Im vorgeheizten Ofen in 30-35 Minuten goldbraun backen.

 

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten, Gehzeit: 40 Minuten, Backzeit: 30-35 Minuten

 


Der perfekte Schokoladenkuchen

Perfekt, weil er herrlich schokoladig schmeckt und durch und durch schokoladenbraun ist, weil er trocken genug ist, um ihn problemlos mit den Fingern aus der Hand zu essen (geeignet für die Schulbrotbox), und weil er dennoch beim Essen nur wenig krümelt (ein großzügig krümelnder Schokoladenkuchen kann schnell zu einem Kindergeburtstags-Alptraumkuchen werden!). Wir backen diesen Kuchen seit Jahren und er hat sich in unserer Familie als Geburtstagskuchen etabliert, darf also bei keinem Geburtstagsfrühstück fehlen. Lasst ihn euch schmecken!

150 g Zartbitterschokolade (min. 70 % Kakao-Anteil)

200 g weiche Butter

200 g Rohrohrzucker

6 Eier

1 Prise Salz

125 g Dinkelmehl, Typ 630

1 TL Weinsteinbackpulver

200 g gemahlene Mandeln

2 EL Rum

100 g Zartbitter-Kuvertüre

Etwas Fett für die Form

Kastenkuchenform

 

Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Schokolade in Stücke brechen und über dem Wasserbad schmelzen lassen. Eier trennen.

Butter und Zucker schaumig rühren. Eigelbe nach und nach unterrühren.

 

Mehl und Backpulver vermengen und mit den Mandeln zur Buttermasse geben. Alles gut verrühren.

Geschmolzene Schokolade nur so kurz wie nötig unterrühren! Bei zu langem Rühren wird der Kuchen trocken!

 

Nun die Eiweiße mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Eischnee und Rum zum Teig geben und mit dem Teigspatel per Hand vorsichtig untermengen.

 

Eine Kastenkuchenform ausfetten, Boden mit Semmelbröseln bestreuen, Teig einfüllen.

Auf der mittleren Schiene 60 Minuten backen (Garprobe machen!).

Den fertigen Kuchen etwas abkühlen lassen, aus der Form nehmen und vollständig erkalten lassen.

 

Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und den Kuchen damit bestreichen.

 

Zubereitungszeit: 30 Minuten, Backzeit: 60 Minuten

 


Kürbiskuchen

Wenn genügend Kürbissuppe gekocht wurde, darf es auch mal ein Kürbiskuchen sein. Für Fans von gut durchfeuchtetem Rührkuchen ist dies ein schönes Herbst-Rezept. 

300 g Kürbisfleisch (Hokkaido oder Kürbissorte nach Wahl)

6 Eier

300 g Rohrohrzucker

200 g gemahlene Mandeln

150 g gemahlene Walnüsse (oder Haselnüsse)

140 g Dinkelmehl Typ 630 

2 gehäufte TL Weinstein-Backpulver

1 Zitrone

2 TL Zimt

1 Prise Salz

Fett für die Form

etwas Paniermehl

Puderzucker zum Bestäuben

Kranz-Kuchenform 

 

Kürbis schälen, vierteln, Kerne und Fasern mit einem Löffel herauskratzen. Kürbisfleisch fein raspeln. Das geht am besten mit der Küchenmaschine.

 

Backofen auf 180 °C vorheizen.

 

Zitrone auspressen. Eier trennen. Eigelbe mit Zucker ca. 5 Minuten lang schlagen, bis sie weißschaumig sind. Mandeln, Nüsse, Mehl und Backpulver mischen und nach und nach unter die Eigelbmasse rühren. Den Kürbis auf kleinster Stufe unterrühren. Mit 2 EL Zitronensaft und 2 TL Zimt würzen.

 

Eiweiße mit einer Prise Salz zu Eischnee schlagen und mit einem Teigschaber per Hand vorsichtig unter den Teig ziehen. Die Kuchenform einfetten und mit Paniermehl ausstreuen.

 

Teig in die Form geben, glatt streichen. Auf der 2. Schiene von unten ca. 60 Minuten lang backen. (Garprobe mit Holzstäbchen machen!).

 

Den fertigen Kuchen abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäubt servieren.

 

Zubereitungszeit: 30 Minuten, Backzeit: 60 Minuten

 


Walliser Nusskuchen

Glutenfrei, saftig und mit karamellisierten Walnüssen

 

Wo es viele Walnussbäume gibt, da gibt es auch viele Nüsse! Eines meiner liebsten Rezepte zur Verwertung der guten Odenwälder Walnüsse ist der Walliser Nusskuchen. Dieser gelangt erst am zweiten Tag zur vollen Geschmacksreife und ist dann noch viel besser als am ersten. Am besten mit etwas Vorschub backen und über Nacht ruhen lassen!

250 g Walnusskerne

150 g Haselnusskerne

2 TL Butter

200 g Rohrohrzucker

50 g Zwieback (bei Bedarf glutenfrei)

6 Eier

2 gestr. TL Weinstein-Backpulver (ggf. ohne Weizenstärke)

etwas Fett für die Form

100 g Zartbitter-Kuvertüre

1 Kastenkuchenform (30 cm)

 

8 Walnusskernhälften für die Garnitur beiseite legen. 100 g Walnüsse fein hacken. Butter in einer Pfanne erhitzen, gehackte Walnüsse hinzufügen und unter Wenden rösten (nicht zu dunkel werden lassen!), dann mit 1 EL Zucker bestreuen, weiter wenden, bis der Zucker geschmolzen ist. Karamellisierte Nüsse aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.

 

Übrige Walnüsse und Haselnüsse durch eine Mandelmühle drehen, mit der Reibscheibe einer Küchenmaschine reiben oder im Standmixer sehr fein hacken. 

 

Zwieback mit einem Nudelholz fein zerkrümeln. Die Backform mit Butter oder Margarine einfetten. Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

 

Eier schaumig rühren, dabei den übrigen Zucker einrieseln lassen. Gemahlene Nüsse unterrühren. Zwiebackmehl mit Backpulver mischen und mit den karamellisierten Nüssen unter den Teig mengen. Teig in die Backform füllen und glattstreichen.

 

Auf der mittleren Schiene 50 Minuten backen. Im ausgeschalteten Ofen noch weitere 10 Minuten stehen lassen, dann etwas abkühlen lassen und aus der Form nehmen.

 

Kuvertüre über dem Wasserbad auflösen und den Kuchen damit überziehen. Mit den Walnusshälften garnieren.

 

Zubereitungszeit: 30 Minuten, Backzeit: 60 Minuten